Unser ästhetisches Empfinden sorgt dafür, dass wir faltenfreie Hemden und T-Shirts als gepflegt und schön wahrnehmen. Wahrscheinlich, weil gebügelte Kleidung darauf hindeutet, dass wir uns entweder die Zeit genommen haben, zum Bügeleisen zu greifen. Oder dass wir es uns leisten können, für uns bügeln zu lassen. Beides ist ein Investment und deutet damit auf Erfolg hin. Gebügelte Kleidung ist zudem ein Zeichen des Respekts sich selbst und anderen Menschen gegenüber. Doch wie bekommt man nun seine Hemden möglichst glatt? Wie kann man selbst Hemden bügeln, ohne dabei die Nerven wegzuschmeißen?
Schritt 1: Die Vorbereitung
Wenn Sie (noch) nicht zu den Menschen gehören, denen das Bügeln mit Leichtigkeit von der Hand geht, haben wir eine beruhigende Nachricht: Wie bei vielen Dingen im Leben macht auch beim Bügeln die Übung den Meister. Nicht aufgeben ist also die Devise. Doch beginnen wir von vorne. Beim Waschen. Hier legen Sie nämlich schon den Grundstein für Ihre knitterfreie Zukunft.
Achten Sie auf die Pflegehinweise am Etikett. Waschen Sie im Zweifel immer lieber mit einer niedrigeren Temperatur. Verzichten Sie auf zu starke Schleuderprogramme und laden Sie die Maschine nicht zu voll. Sobald das Hemd gewaschen ist, aus der Maschine nehmen und auf einem Bügel aufhängen. Den obersten Knopf schließen – dann bleibt der Kragen in Form. Anschließend noch glattziehen.
Schritt 2: Das Equipment
Warten Sie nicht darauf, dass das Hemd vollständig trocken ist. Dann haben sich die Falten nämlich auch schon verfestigt. Bügeln Sie Ihr Hemd, wenn es noch leicht feucht ist. Im Prinzip können Sie mit allen gängigen Bügeleisen Ihre Hemden bügeln. Aber solche mit Dampffunktion und leicht gleitender Bügelfläche werden Ihnen das Leben eindeutig erleichtern. Bügelbretter sind eine sinnvolle Investition. Sie haben – im Gegensatz zum Tisch, beispielsweise – nämlich eine Vorrichtung, auf der Sie das heiße Bügeleisen gefahrlos abstellen können.
Schritt 3: Die Anleitung
- Achten Sie auf die Bügeltemperatur. Das Pflegeetikett gibt Aufschluss darüber. Ist kein Etikett mehr da, am besten mit einer sehr niedrigen Temperatur beginnen
- Ausgangspunkt ist der Kragen. Der wird als Erstes gebügelt.
- Im nächsten Schritt kümmern Sie sich um die Manschetten. Zuerst außen, dann innen bügeln. Verwenden Sie den vorderen, schmalen Teil des Bügeleisens
- Anschließend widmen wir uns den Ärmeln. Diese werden von der Naht aus nach oben zuerst vorne, dann hinten gebügelt. Ein sogenanntes “Ärmelbrett”, also ein schmaler Aufsatz fürs Bügelbrett, hilft dabei
- Weiter geht es mit der Schulter und der Vorderseite. Die Knopfleiste bügeln Sie am besten zuerst von der Rückseite, dann erst von vorne. Den Bereich zwischen den Knöpfen nicht vergessen! Ist das erledigt, folgen die Seiten
- Als Letztes ist das Rückenteil dran
Hemden bügeln: Die Tricks
- Erst anfangen, wenn das Bügeleisen auf Temperatur ist
- Auf chemische Bügelhilfen verzichten; die können Flecken machen
- Schwarzes oder Beschichtetes auf links bügeln, um Glanzstellen zu vermeiden
- Starke Falten nass machen (Dampf, Sprühflasche)
- Die kleinen Details zuerst (Kragen, Manschetten, Knopfleiste)
- Destilliertes Wasser als Bügelhilfe verwenden (Kalkablagerungen!)
- Das Bügeleisen regelmäßig reinigen
Faltenfrei ohne Hemden bügeln zu müssen?
Natürlich können Sie einen Bügeldienst in Auftrag geben. Oder schon beim Hemden Kaufen Stücke wählen, die nicht leicht knittern. Eine weitere Alternative zum Bügeleisen sind automatische Bügler. Sie bestehen aus einer Vorrichtung, der das feuchte Kleidungsstück angezogen wird. Warme Luft bläst diese dann von innen trocken. Schon ab rund 80 Euro erhält man diese automatischen Bügler über diverse Onlineshops.
